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Herr Limburg verweist auf Eike auf seine neue Broschüre. Da mich die "Basis exakter Naturwissenschaften" interessiert hat, habe ich mal einen Blick in das eBook geworfen.
Im Kapitel Treibhausseffekt wird das MPI und dessen Erklärung des Treibhaueffektes zitiert. Dort steht:

Bei den Temperaturen der Erde und der Atmosphäre findet die Emission elektromagnetischer Strahlung (oft auch Wärmestrahlung genannt) überwiegend im sogenannten thermischen Bereich des Wellenlängen-Spektrums zwischen 3 und 50 µm statt. Da diese Wellenlängen viel größer als die der einfallenden Sonnenstrahlung (zwischen 0.3 und 3 µm) sind, kann man die beiden Strahlungsarten und Spektralbereiche getrennt betrachten.

Das ist gut in den Graphen des Poster und in folgender Wikipedia-Grafik zu erkennen:
800px-Atmospheric_Transmission.png


Herr Limburg schreibt dann: "Den Experten ist befremdlicherweise nicht bekannt, dass die energetisch ebenso wichtige infrarote solare Einergieeinstrahlung den größten Teil der Gesamtenergie ausmacht, die uns die Sonne schickt (45% ..."

Kann das ein, dass hier ein Irrtum im Buch vorliegt und vergessen wurde, dass der Infrarotbereich in drei Teile gegliedert ist - near infrared, mid infrared und far infrared - und dass die Überlappung der Sonnen- und Erdabstrahlung nur im far infrared Bereich ist, wie man oben im Bild und auch im Poster des MPI gut erkennen kann? Und dass in diesem überlappenden Bereich nur noch ein Bruchteil der Sonnenenergie liegt und keine 45%, wie Herr Limburg zu suggerieren scheint?
Und kann das sein, dass diese Aussage einfach unkritisch von Hern Agerius übernommen wurde, der im Mai auf dieses Problem in einem Kommentar hingewiesen wurde?
 
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Marvin Müller

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22.06.2021
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Ändert aber nichts an der grundsätzlichen Aussage.
Welche grundsätzliche Aussage ist das? "Treibhaushypothese Schall und Rauch?"

Mit "Den Experten ist befremdlicherweise nicht bekannt, dass ..." wird ja erst mal der Eindruck erweckt, dass zum einen die Experten etwas elementares nicht wissen und dass der Aspekt auch wichtig ist. Wird auf die 45% noch einmal Bezug genommen?

Und gab es irgend einen speziellen Grund, dass es diese Frage nicht durch die Moderation auf EIke geschafft hat und ich sie hier stellen "musste"?
 

Marvin Müller

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22.06.2021
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Dank für diese Klärung. Das ist in der Tat missverständlich. Wird in der nächsten Auflage korrigiert.
Diese Aussage oder Varianten davon tauchen im ganzen Buch auf, z.B. "Ausserdem bleibt bei allen offiziellen Berechnungen dieser Absorbtion [der Absorbtion durch Treibhausgase, marvin] und Emission der grosse solare Infrarotanteil unberücksichtigt." im Fazit von Kapitel 2.
 

Marvin Müller

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22.06.2021
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Eine Frage zum Thema Temperaturmittelung in der Broschüre​

Gerlich/Tscheuschner schreiben in ihrem im Buch auch referenzierten Papier folgendes (seite 63 unten):
if one wants to calculate the average temperature, one has to draw the fourth root first and then determine the average
Wenn man also die lokale Abstrahlung hat, muss man erst die "lokale Temperatur bestimmen" (die 4. Wurzel ziehen) und dann mitteln.
Im Buch steht dann allerdings folgendes (S. 42, Ein Mittelwert, der keiner ist):
... müßte - wenn ... gemittelt werden soll - zunächst die lokale Temperatur zur 4. Potenz erhoben werden, dann die Mittelung durchgeführt werden und anschliessend aus dem berechneten Wert die 4. Wurzel gezogen werden. Das wird aber nicht gemacht ...
Das ist genau das Gegenteil von dem, was in G&T steht. Folgt man G&T, müßte man einfach die lokalen Temperaturen mitteln. Das wurde indirekt neulich auch auf Eike diskutiert, wo ich Herrn Limburg bezüglich dieser Aussage fragte:
Schon der nächste Schritt diese Temperaturwerte zur 4. Potenz zu erheben, dann diese per Integration über beide Achsen zu mitteln, dann daraus die 4. Wurzel zu ziehen,
Die Diskussion endete dort, da Nachfragen wieder an der Moderation scheiterten. Nun finde ich das in der Broschüre wieder. Besteht jetzt eine Chance auf eine Erklärung dieses Vorgehens?
 

Marvin Müller

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22.06.2021
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Eine Frage zum Abschnitt "Das Stefan-Boltzmann-Gesetz und seine Anwendung"​

Herr Limburg führt am Anfang des Kapitel zwei wichtige Dinge ein:
  1. Das Stefan-Boltzmann-Gesetz mit P = A*σ*T⁴ mit P als abgestrahlte Leistung, A die Fläche und T die absolute Temperatur des schwarzen Körpers
  2. Das Gesetz beschreibt die proportionalität zwischen Abstrahlung und der vierten Potenz der Temperatur
Danach wird es aber ... konfus. Das Kapitel schliesst mit der Behauptung, das Gesetz würde falsch angewendet, zeigt aber nicht einmal die angeblich falsche Anwendung.
Das Gesetz wird verwendet, um die abgestrahlte Leistung eines kugelförmigen schwarzen Körpers mit einer gleichförmigen Temperatur T zu bestimmen. Basierend auf der von Herrn Limburg angegebenen Formulierung wäre das P = A*σ*T⁴ = 4πr²*σ*T⁴ mit r Durchmesser der Kugel und T Temperatur der Kugel.
  • bei -18°C wäre das P = 4πr² * σ * (273.15 - 18)⁴ = 4πr² * 240.32W/m²
  • bei +15°C wäre das P = 4πr² * σ * (273.15 + 15)⁴ = 4πr² * 390.91W/m²
Ist das soweit korrekt?

Später referenziert Herr Limburg Herrn Heller und stimmt ihm zu, dass die Erde "ebenso viel Energie abstrahlen muss, wie sie von der Sonne empfängt." (gefolgt von einer Referenz auf die fehlerhafte Behandlung der Infrarotstrahlung der Sonne, die oben diskutiert wurde). Wieviel Energie empfängt die Erde von der Sonne? Das hat nichts mit Stefan-Boltzmann zu tun und ist lediglich als Leistung P = πr² * 1365W/m² * (1 - Albedo) mit r Radius der Erde, 1365W/m² Solarkonstante, Albedo etwa 0,3. Ist das abgesehen von der evtl. Unsicherheit des Albedo-Wertes immer noch korrekt?

Nun nimmt die "Klimaforschung" die Aussage, dass genauso viel Energie abgestrahlt werden muss, wie zugeführt wird - eine Aussage, der Herr Limburg explizit zustimmt - und stellt die Frage, bei welcher Temperatur genausoviel abgestrahlt wird, wie eingestrahlt wird. Und siehe da, bei einer Albedo von 0,3 wäre das bei etwas 255K = -18°C der Fall.

Wo ist da die Falschanwendung, von der Herr Limburg spricht? Das Stefan-Boltzmann-Gesetz wird - wie von ihm gefordert - verwendet, um die Abstrahlung in Abhängigkeit von der Temperatur zu bestimmen ... Was entgeht mir hier?

Andere Berechnungen kommen bei anderen Annahmen zu anderen Ergebnissen, z.B. Gerlich und Tscheuschner auf 170K(?) (nicht rotierende Kugel im lokalen Strahlungsgleichgewicht), Kramm kommt auf 220K (rotierende Kugel mit Bodenwärmefluss). Beide Werte sind kleiner als 255K und kleiner als die von uns beobachteten etwa 288K = 15°C ..
 

Ferdinand Peters

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27.06.2021
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Sehr geehrter Herr Marvin Müller,
das Stefan-Boltzmann-Gesetz hat bereits in seiner Formulierung mehre Tücken.
Bevor man eine physikalisch vernünftige Anwendung beobachten will müssen mindestens zwei Kriterien erfüllt sein.Die emittierende Strahlungsquelle und die beobachtete Oberfläche müssen in einem vertretbaren Verhältnis stehen.Dieses Verhältnis ist gegeben bei der Sonne in Bezug auf eine gedachte Oberfläche,die zu einem belieben Tag einen Radius hat ,der dem Abstand zwischen Erde und Sonne entspricht.
Auf dieser gedachten Oberfläche können Sie dann eine Leistung von durchschnittlich 1365 Watt/m² erwarten.
Die zweite Tücke ist die Nichtberücksichtigung der Masse,die man für eine Thermalisierung braucht.Da schweigt sich das Stefan-Boltzmann-Gesetz aus.
Richtig absurd wird die Anwendung,wenn man die Wärme mit der Temperatur gleichsetzt und globale Mittelwerte aus Wetterhütten oder Satelitenmessungen ausrechnet.Das ist komplett Voodoo !!!

Die spezifische Wärmekapazität der Luft ist ungefähr ein 50zigstel der Wärmekapazität von Erdboden oder Wasser.
Diese Wärmebilanz wird bei der Betrachtung nach Stefan-Boltzmann nicht berücksichtigt.
Da geht jedes Jahr die Wärme hin und kommt auch wieder zurück und verschwindet im Universum.
 

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Marvin Müller

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22.06.2021
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Sehr geehrter Herr Marvin Müller,
das Stefan-Boltzmann-Gesetz hat bereits in seiner Formulierung mehre Tücken.
... Die emittierende Strahlungsquelle und die beobachtete Oberfläche müssen in einem vertretbaren Verhältnis stehen....
Auf dieser gedachten Oberfläche können Sie dann eine Leistung von durchschnittlich 1365 Watt/m² erwarten.
Die zweite Tücke ist die Nichtberücksichtigung der Masse,die man für eine Thermalisierung braucht....
Ich bin mir nicht sicher, ob ich Sie richtig verstehe. Aber Ihre Aussagen klingen so, als würden Sie genau das tun, was Herr Limburg zu Recht als falsch bezeichnet hat: Sie reden über die Einstrahlung und nicht über die Abstrahlung. Für die Abstrahlung ist es egal, wie weit ein Beobachter entfernt ist oder auf welcher Fläche er die eintreffende Strahlung beobachtet. Das wird von anderen Gesetzen beschrieben. Auch die Frage der Masse ist da irrelevant. Die kommt ins Spiel, wenn ich die Veränderung der Temperatur eines Körpers bestimmen will, dessen innere Energie sich um einen bestimmten Betrag ändert. Das hat aber auch nichts mit der Proportionalität zwischen der vierten Potenz der absoluten Temperatur eine Körpers und der von ihm abgestrahlten Energie zu tun.

Die 1365W/m² werden auch nicht erwartet, das sind die gemessenen Werte (Durchschnitt über ein Jahr).

Falls ich Sie missverstanden haben sollte, wäre ich für eine Klarstellung dankbar.
 

Ferdinand Peters

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27.06.2021
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Ich würde es so formulieren:Wenn man auch nur im Ansatz versucht eine Globaltemperatur mit Hilfe des Stefan-Botlzmann-Gesetzes zu ermitteln,muss man zwangsläufig physikalischen Grundaussagen ignorieren.Es gibt Fälle ,da ist die Formulierung des S&B Gesetz hilfreich.
Sie kennen die endlosen Diskussionen seit mehreren Jahre auf EIKE.Warum Herr Limburg eine Broschüre bei Amazon vermarkten will,ist sein gutes Recht.Was Sie allerdings herausgefunden haben ist mehr als erstaunlich.Trotzdem werde ich mir diese Broschüre nicht kaufen.
Wenn ich schreibe:
Auf dieser gedachten Oberfläche können Sie dann eine Leistung von durchschnittlich 1365 Watt/m² erwarten.
dann meine ich es so.Es bezieht sich auf ein Jahr.Das bedeutet die wechselnde Leistung wegen der Ellipsenbahn,die unsere Erde bei jeder Umkreisung um die Sonne zurücklegt.Und gilt nur für die Fläche am sogenannten TOA.(Eintrittsfläche in die Erdatmosphäre)
Wenn Sie beim Lesen nur einen Hinweis auf die Einstrahlung entdecken,dann ist es eben so.Auf dem beigefügten Bild über die Erdtemperatur -100cm(beispielhaft für Lindenberg) ist die tatsächliche Abstrahlleistung berücksichtigt.Auf den ersten Blick vielleicht unsichtbar!!.
Machen wir dazu ein Beispiel für einen Tag.(Siehe Diagramm)
Dabei erwärmen die Anteile Gelb und Rot den Erdboden.Der Anteil blau ist die berühmte Gegenstrahlung.Diese Strahlungsleistung reicht mit viel Mühe für eine Messung mit einem IR-Thermometer.
Geht man jetzt hin und holt sich die Bodentempertur +-0cm als Stundenwert,haben Sie eine Vorstellung von der Abstrahlleistung.Je nach Wolkendichte bleibt diese Wärme aber unterwegs ins Weltall irgendwo stecken.
Wenn es Ihnen möglich ist,diese ganzen Konsequenzen zu begreifen,haben Sie was dazu gelernt.
 

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Marvin Müller

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22.06.2021
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Ich würde es so formulieren:Wenn man auch nur im Ansatz versucht eine Globaltemperatur mit Hilfe des Stefan-Botlzmann-Gesetzes zu ermitteln,muss man zwangsläufig physikalischen Grundaussagen ignorieren.
Hier wäre es für mich hilfreich, wenn Sie diese Grundaussagen mal nennen würden und vielleicht auch zeigen würden, wo sie in den von mir genannten Fällen ignoriert werden.In den drei von mir referenzierten Fällen werden ja genau die Rahmenbedingungen genannt, unter denen die Betrachtungen gemacht werden. Es sollte also leicht sein, die ignorierten Grundaussagen zu nennen.

Wenn Sie beim Lesen nur einen Hinweis auf die Einstrahlung entdecken,dann ist es eben so.
Ich bin mir nicht sicher, was Sie mit dieser Anmerkung sagen wollen. Ich habe eine Frage zu den Aussagen von Herrn Limburg gestellt. Sie reagieren darauf mit Aussagen, die sich auf die 1365 Watt/m² im Mittel an TOA beziehen. Das ist nunmal die Einstrahlung, was sollte ich da sonst lesen?

Auf dem beigefügten Bild über die Erdtemperatur -100cm(beispielhaft für Lindenberg) ...
Die Erdtemperatur ist in der Grafik nicht zu sehen. Was hat das Beispiel mit dem von mir angesprochenen zu tun?
Der Anteil blau ist die berühmte Gegenstrahlung.Diese Strahlungsleistung reicht mit viel Mühe für eine Messung mit einem IR-Thermometer.
Hmm, die ist halb so groß wie die Globalstrahlung im Maximum und für den Großteil des Tages größer als die Globalstrahlng. Warum dieser Versuch, die kleinzureden?
 
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Marvin Müller

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22.06.2021
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Ich hatte eigentlich gehofft, dass Herr Limburg als Autor der Broschüre etwas zu meinen Fragen sagen kann bzw. will. Es ist jetzt fast eine Woche seit meiner zweiten Frage vergangen - muss ich jetzt annehmen, dass da keine Antworten kommen werden?
 

Ferdinand Peters

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27.06.2021
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Ich möchte mich bei Ihnen entschuldigen,weil ich ohne Aufforderung Ihre Diskussion mit Herr Limburg gestört habe.Es war ein Missverständnis meinerseits,dass Sie ebenfalls bezweifeln,mittels Verringerung der Globaltemperatur die Welt zu retten.
Zu Ihrer Bemerkung über die langwellige atmosphärische Strahlung:wenn da geschrieben steht [Joule/cm²] wäre das die Energie,bezogen auf den absoluten Nullpunkt.Der Ort wo gemessen wurde liegt aber bei der aktuellen Lufttemperatur,bzw. Erdoberflächentemperatur +- 0 cm.
An diesem relativ einfachen Sachverhalt erkennt man, da ist nicht viel mit physikalischem Verständnis.Das ist nicht für Sie als aufrechter Mensch gesagt,sondern adressiert an die Menschen,die mit dieser vorgetäuschten Wissenschaftlichkeit ihren Lebensunterhalt verdienen.
 

Marvin Müller

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22.06.2021
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Ich möchte mich bei Ihnen entschuldigen,weil ich ohne Aufforderung Ihre Diskussion mit Herr Limburg gestört habe.
Kein Grund für eine Entschuldigung. Ich empfand das nicht als Störung, ich hatte nur Schwierigkeiten zu verstehen, was Sie meinen. Daher fing meine Antwort auch mit "Ich bin mir nicht sicher ..." an. Falls Ihre Reaktion durch den allein stehenden Kommentar von 10:08 Uhr ausgelöst wurde - der richtete sich nicht gegen Sie.

Zu Ihrer Bemerkung über die langwellige atmosphärische Strahlung:wenn da geschrieben steht [Joule/cm²] wäre das die Energie,bezogen auf den absoluten Nullpunkt.Der Ort wo gemessen wurde liegt aber bei der aktuellen Lufttemperatur,bzw. Erdoberflächentemperatur +- 0 cm.
An diesem relativ einfachen Sachverhalt erkennt man, da ist nicht viel mit physikalischem Verständnis.
Das ist ein Punkt, den ich an Ihren Aussagen nicht verstehe (und auch in meiner ersten Antwort schon nachgefragt habe). Die Intensität der Einstrahlung ist doch unabhängig von der Temperatur des Körpers, auf den sie trifft. Oder sehen Sie das anders? (Die Einheit müßte J/(cm²h) sein ...)

Es war ein Missverständnis meinerseits,dass Sie ebenfalls bezweifeln,mittels Verringerung der Globaltemperatur die Welt zu retten.
...
Das ist nicht für Sie als aufrechter Mensch gesagt,sondern adressiert an die Menschen,die mit dieser vorgetäuschten Wissenschaftlichkeit ihren Lebensunterhalt verdienen.
Was hat das mit der Diskussion über die wissenschaftliche Seite zu tun? Wäre es nicht besser, solche Äusserungen aus der Diskussion rauszuhalten und einfach über die Sache zu diskutieren?
 

Ferdinand Peters

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27.06.2021
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o.k.
Machen wir uns dann mal Gedanken zur langwelligen Atmosphärischen Strahlung.
großzügig rechnen wir mit 150 Joule/cm² während einer Stunde.In [W/m²] wären dass :150 *10000 /3600 W/m2 = 416 W/m²


Sinngemäß geht es so:

Die bewegende Kraft der Wärme hängt vom verwendeten Wärmestoff ab.Außerdem vom Temperaturunterschied der Körper zwischen denen der Austausch stattfindet.Das waren die Erkenntnisse von Sadi Carnot aus dem Jahre 1824.Ins Deutsche übersetzt wurde es erst 1892 .
Etwas moderner klingt es dann so:
Temperatur,Wärme und Entropie sind allgemeine Eigenschaften von Materie und Strahlung.
Sie werden im Rahmen der thermischen Physik,bzw. der Thermodynamik behandelt.
Diese drei thermischen T,Q und S sind aber nicht den einzelnen Atomen,Elementarteilchen oder Strahlungsquanten zu eigen,sondern sie treten erst bei Systemen von sehr vielen solcher Teilchen in Erscheinung.(Physikbuch von Klaus Stierstadt Wärme-was ist das wirklich?)

Was bedeutet das für unsere Erde?
Der Sinn der Übung wäre zu klären wo diese Strahlung herkommt und welche Wirkung hat sie auf die aktuelle Temperatur in 2m Höhe über dem Erdboden.Und hier scheiden sich die Geister.Da ist es unerheblich was Sie darüber diskutieren oder ich zu sagen habe.Mein Professor hatte dazu eine schöne Erklärung:der eine erkennt der andere nicht!!
Im aktuellen Beitrag auf der EIKE-Webseite wird es mehr als deutlich.
zu Ihrer Bemerkung:Das ist ein Punkt, den ich an Ihren Aussagen nicht verstehe (und auch in meiner ersten Antwort schon nachgefragt habe). Die Intensität der Einstrahlung ist doch unabhängig von der Temperatur des Körpers, auf den sie trifft. Oder sehen Sie das anders? (Die Einheit müßte J/(cm²h) sein ...)
Wenn die Luft eine Temperatur von 24°C hat und die Erdbodentemperatur +-0 cm den gleichen Wert hat,dann ist bei der Messung irgend etwas schief gelaufen.
 

Marvin Müller

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22.06.2021
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Sehr geehrter Herr Peters,
irgendwie wird durch den ergänzenden Kommentar nicht wirklich etwas klarer. Ich versuche trotzdem mal auf das einzugehen, was ich denke, verstanden zu haben.

Sie zitieren zum Anfang Textstellen, die sich mit Wärme und Wärmeflüssen befassen. Der erste Textteil aus einer Zeit, in der man noch nichts über Wärmestrahlung wusste, der zweite sagt eher gar nichts zum Thema. Eine aktueller Text zu dem Thema wäre z.B. das von Herrn Agerius und Herrn Weber empfohlene Buch "Physik für Ingenieure", das die abgegebene Energie wie von mir oben beschrieben in Abhängigkeit von der Temperatur und Fläche des Körpers beschreibt und den Wärmefluss zwischen zwei Körpern wie folgt (in teilweiser latex schreibweise, ordentlich gerendered kann man die Formeln in diesem Eike-Kommentar vom 25. September 2020 um 14:09 lesen):
Ein strahlender „schwarzer Körper“ mit der Temperatur T_1 absorbiert aber gleichzeitig die von der Umgebung mit der Temperatur T_2 auf ihn eingestrahlte Leistung P_{s2} = AσT_2^4. So ist die effektiv abgestrahlte Leistung eines „schwarzen“ Körpers ΔP_s =σA(T_1^4 - T_2^4).
Vielleicht reden Sie ja über den letzten Term, also die Differenz der beiden Energieflüsse, die letzten Endes in Richtung des Körpers mit der niedrigeren Temperatur fliesst.

Dann fragen Sie:
Was bedeutet das für unsere Erde?
Der Sinn der Übung wäre zu klären wo diese Strahlung herkommt und welche Wirkung hat sie auf die aktuelle Temperatur in 2m Höhe über dem Erdboden. ... Wenn die Luft eine Temperatur von 24°C hat und die Erdbodentemperatur +-0 cm den gleichen Wert hat,dann ist bei der Messung irgend etwas schief gelaufen.
Die Bodentemperaturen tauchen in Ihrem Diagramm mit den Strahlungswerten nicht auf, ich kann also schlecht den Zusammenhang herstellen. Nehmen wir doch eine aktuelle Zeitreihe vom Hamburger Wettermast (7.10.2021)

ZR_LW_48h.gif
ZR_Q_48h.gif
ZR_TE_48h.gif

Ich denke, man sieht hier schön die Wirkung auf die Bodentemperatur. Fliesst mehr Energie zu als ab (am Tag, wenn die Sonne scheint), steigt die Bodentemperatur. Fliesst mehr Energie ab, sinkt die Bodentemperatur, sie fällt stärker, wenn die langwellige Einstrahlung schwächer ist.
Sieht man sich die Zeitreihen für Sonnenstrahlung, Temperatur der Luft und langwellige Abstrahlung aus der Atmosphäre an, sieht man auch sehr gut, wie die aufeinander reagieren.
Für mich sieht das plausibel aus, das Problem, das Sie bei der Station Lindenberg sehen, kann ich mangels Daten nicht beurteilen.
 
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Ferdinand Peters

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27.06.2021
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zum ersten Abschnitt der Antwort.Hier sind physikalische Grundaussagen zitiert,die nicht berücksichtigt sind.
Energie ist eine Buchhaltungsgröße(umgangssprachlich) vor dem Ereignis--> nach dem Ereignis.
Wärme ist Entropie. und da gilt S=Q durch T.Dieser Zusammenhang sollte irgendwie bekannt erscheinen. die Eselsbrücke ( U=R*I)
In den Schulen wird über die Wärme was anderes gelehrt.Und daher die Verständigungserscheinungen.Ob es bewusst so von den Schulbehörden
angeordnet wurde oder purer Zufall,lasse ich mal offen.
Beispiel zum Nachvollziehen: ein Bügeleisen hat im eingeschalteten Zustand 2000 Watt Leistung.Verwendet man dieses Bügeleisen zum Bügeln,stellt sich an der Bügeleisenplatte(Verbindung zum Wäschestück) eine Temperatur von 127 °C ein.
Sie ahnen schon: wie groß ist der Wärmestrom? Antwort 5 [Watt/Kelvin]
Das Entscheidende ist der Beweis,das dieses Bügeleisen eingeschaltet ist(Ironie an und wieder aus)
Die Auswertungen der Crew am Hamburger Wettermast wäre ein Thema für sich.
In eigener Sache
im Moment bin ich täglich unterwegs in den Streuobstwiesen.Das dauert noch bis zum 11.November.Bis dahin werde ich mich nicht mehr melden.(aus Zeit und Konzentrationsgründen) Aber dann mit großer Freude.
In der Anlage finden Sie eine Grafik über die Temperaturentwicklung im Frühling.2019 mit der Temperaturreihe +- 0 cm
Diese Temperaturreihe wird aktuell nicht mehr veröffentlicht.Warum wohl ??
 

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Marvin Müller

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22.06.2021
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Der Admin hat seine Moderationsrechte mal wieder genutzt, um einen Diskussion auf Eike zu beenden (die eingereichten Kommentare #268262 und #268304 nicht freigeschaltet). Hier keine Reaktion auf Nachfragen, auf Eike unterbinden von Diskussionen ... alles wie gewohnt.

Weil es zum Thema des Buches passt hänge ich meinen Kommentar hier rein.

Hier meine nicht veröffentlichte Nachfrage zum Kommentar des Admins ...

Admin schreb am 18. Oktober 2021 um 18:35
Sie machen mehrere Fehler auf einmal.
Es gibt keine Notwendigkeit eine Strahlungsbilanz der Leistung zu erstellen. Die Leistung kann morgen hoch und übermorgen niedrig sein. Ihre Bilanz kann heute aufgehen, morgen nicht übermorgen nur zum Teil. Macht nichts, entscheidend ist nur wieviel Energie ein und ausgetragen wird. Daher nur eine Bilanz der Energie- Zu und Abfuhr.
Darf ich Sie nochmal bitten, die ihrer Meinung nach richtige Bilanz einfach mal hinzuschreiben? Vielleicht reden wir einfach aneinander vorbei und eine formalere Formulierung könnte das vermeiden.
An dem gerade von Ihnen geschriebenen verstehe ich einige Dinge nicht. Die Energieströme - sowohl die zu- als auch die abfliessenden sind kontinuierlich, daher werden immer die Energiemengen pro Sekunde angegeben, z.B. von der Sonne im Mittel 1360 Joule pro Sekunde pro Quadratmeter (bezogen auf eine Fläche, auf die die Strahlung senkrecht fällt). Das sind also Energiemengen und damit eigentlich das, was Sie wollen.
Welcher der Energieströme sollte denn Ihrer Meinung nach stark schwanken? Die Energie der Sonne schwankt im Laufe des Jahres um etwa 3,4% um den Mittelwert in Abhängigkeit von der Entfernung zwischen Sonne und Erde. Die Abstrahlung der Erdoberfläche hängt von Ihrer Temperatur ab und die schwankt auch nicht sehr stark um ihren Mittelwert (sie ist wohl im July am höchsten und Januar am niedrigsten, wenn ich das richtig in Erinnerung habe) - aber da ist kein plötzlicher signifikanter Abfall der Temperaturen von heute auf morgen. Im Mittel über das jahr sind die Energieströme also relativ konstant.
Sie finden die Art der Energieflussbilanz auch eigentlich überall, auch bei Skeptikern - siehe z.B. bei Herrn Kramm. Da sind dann für den Boden noch andere Terme, die das Defizit erhöhen, wie latente Wärme, Konvektion und Energielfluss in den Boden.
 
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Marvin Müller

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Es gibt inzwischen auf Amazon drei Reviews zur Kindle version, 2 negative (1 Stern) und eine postive (5 Sterne). Die positive Kritk landete auch als Kommentar auf Eike. Ein Kommentar dazu (zur Hervorhebung des Fachberates) landete wie zu erwarten im Nirvana. Ich h änge ihn mal hier an ...
E. Kirsch am 31. Oktober 2021 um 13:55
Exzellentes Fachbuch, belegt mit sehr guten Quellennachweisen

Der Autor ist kein geringerer als Vizepräsident des unabhängigen Europäischen Institutes für Klima und Energie. Dieses Institut ist regierungsunabhängig und wird insbesondere durch Spenden der Bevölkerung getragen. Dieses Fachbuch ist Teil 8 der Schriftenreihe des Institutes. Im Fachbeirat des Institutes sitzen Personen u. a. wie Dr. Jelbring (Klimatologe), Prof. Dr. Alt (Diplomingenieur), Prof. Dr. Ewert (Geologe), Prof. Dr. Lüdecke (Physiker), Prof. Dr. Malberg (Meteorologe).
Irgendwie bin ich mir sicher, dass keiner der genannten das Buch vor der Veröffentlichung gelesen hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass so elementare Dinge wie der im Buch falsch dargestellte Frequenzbereich der Sonnenstrahlung in die veröffentlichte Version des Buches gekommen wären, wenn das jeman kontrollgelesen hätte. Ich bin mir auch sicher, dass spezielle Herr Lüdecke einiges an den Darstellungne zum Treibhauseffekt und zum Kohlenstoffkreislauf zu korrigieren hätte ...
Herr Kirsch scheint nichts am Buch auszusetzen zu haben, ob ihm der von Herrn Limburg bestätigte Fehler aufgefallen ist? Ich würde das irgendwie bezweifeln, was mir ein wenig über die zu erwartende Fachkenntnis des Verfassers des Reviews sagt ...