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Bernard Neelen

Well-known member
25.06.2021
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Man sieht deutlich, mit dem Solarmodul kann man auch bei wenig Sonne bis ca. 16 V mit Konstantstrom laden.
Hallo AndreasS,


Diese Ausführungen bezüglich Ladestrom sind für mich grad besonders interessant! - Stelle grad Überlegungen an wie man in einem Wohnwagen mittels Solarpower und Akku ( welchen ?) eine Grundversorgung ermöglichen könnte.
Wichtig wäre hierbei natürlich die technische Sicherheit, bzw. den gefahrlosen Einsatz - Brandgefahr.
Könnte man z. B. eine Kühlung betreiben?
 

AndreasS

Active member
20.06.2021
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Sehr geehrter Herr Neelen!

Mit solchen Solarpaneelen kann man direkt Bleiakkus 12 Volt laden.
Der MPP, günstigster Arbeitspunkt, verschiebt sich mit sinkender Helligkeit nach unten.
Theoretischer Idealwert und tatsächlicher Wert in der Praxis sind nicht weit voneinander entfernt.
Eine "falsche Spannung" beim Laden gibt es nicht.
Das Solarmodul passt sich aufgrund seines Innenwiderstands direkt an den Akku 12 Volt an.
Man spart sich einen Regler, wenn Ladespannung und MPP ähnlich sind.
Der Regler hat ja auch einen Wirkungsgrad, kostet Geld, ist Verschleiß unterworfen und entfällt hier.

Gefahren
Im Wohnmobil, wo halbwegs Platz ist und man wenig auf Gewicht achten muss, rate ich von Lithium ab.
Da sind Bleiakkus viel sinnvoller und gutmütiger, keinesfalls GAU Brandbomben.

Ich erzähle mal aus meiner Schülerzeit, da experimentierte ich gern und viel mit Autobatterien.
Wilde Sachen machte ich, sogar mit Elektroden Eisen geschweißt, war Ersatz Schweißgerät.
Im Jugendzimmer stand auch eine Autobatterie, die hing etwas lange am Ladegerät...
Mindestens eine Zelle gaste (Knallgas) und ein Funke reichte, zarter Knall.
Wirklich wild war das nicht, eine Zelle riss und die Batteriesäure war auf dem Boden.
Meine Eltern sahen den Schaden auf dem Teppichboden erst viele Jahre später, als wir auszogen.

Bleiakkus wie Autobatterien sind im Gegensatz zu Lithiumakkus recht gutmütig.
Bei Überladung gasen sie, man muss mit dem Knallgas aufpassen, etwas Belüftung.
Wird ein Bleiakku längere Zeit überladen, hat er irgendwann kein Wasser mehr.
Ab da ist der Akku zwar kaputt aber auch ungefährlich, er kann nicht mehr weiter geladen werden.
So ein Szenario ist denkbar, wenn man nach dem Urlaub vergisst, das Solarmodul abzuklemmen.

Heute gehe ich auf die Frage mit der Kühlung nicht näher ein.
Das wird locker ein neues Thema.
Bei 12 Volt Camping bieten sich Peltierelemente an.
Damit kann man kleinste Kühltaschen für Limonadendosen bis Kühlschränke realisieren.
 
Zuletzt bearbeitet:

Consul

Member
12.07.2021
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Stromausfälle von Brownout bis Blackout werden immer wahrscheinlicher.

Meine Idee, hier werden Vorsorgemaßnahmen erörtert sowie deren Kosten und Nutzen diskutiert.
Was ist wo wie machbar und sinnvoll?
Ein Städter in einer kleinen Mietwohnung wird anders vorsorgen als ein Dörfler mit Haus und Garten.
Wir denken nicht nur an den direkt bei uns im Haus fehlenden Strom wie Licht und Fernseher aus.
Die Folgen sind schon schlimm genug, Kühlschrank geht nicht und Festnetztelefon (außer analog) ist sofort tot.
Die ganze Infrastruktur ist platt, Geschäfte können nicht öffnen, Bargeldautomaten sind funktionslos.
Auch Tankstellen können nicht öffnen, mir bleibt an Reichweite nur der Kraftstoff, der noch im Tank ist.

Ich fange mal bei mir an, wohne auf dem Land im Eigenheim.
Heizung ist kein Problem, wir haben zusätzlich Kaminöfen und einen Vorrat an Holz und Briketts.
Kochen geht auch, üblicher dreiflammiger Gasherd Camping für Propanflaschen.
Wir haben einen kleinen Vorratskeller mit Lebensmitteln und Getränken.
Neben Kerzen und Taschenlampen gibt es bei uns etwas LED-Beleuchtung 12 Volt Akkubetrieb.
Brauchwasser haben wir in Regentonnen.
Damit kann man nicht nur Tee und Kaffee kochen, sondern auch, ganz wichtig, damit das WC spülen!
Hier ist eine gründliche Checklist:
 

Consul

Member
12.07.2021
10
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Sehr geehrter Herr Neelen!

Mit solchen Solarpaneelen kann man direkt Bleiakkus 12 Volt laden.
Der MPP, günstigster Arbeitspunkt, verschiebt sich mit sinkender Helligkeit nach unten.
Theoretischer Idealwert und tatsächlicher Wert in der Praxis sind nicht weit voneinander entfernt.
Eine "falsche Spannung" beim Laden gibt es nicht.
Das Solarmodul passt sich aufgrund seines Innenwiderstands direkt an den Akku 12 Volt an.
Man spart sich einen Regler, wenn Ladespannung und MPP ähnlich sind.
Der Regler hat ja auch einen Wirkungsgrad, kostet Geld, ist Verschleiß unterworfen und entfällt hier.

Gefahren
Im Wohnmobil, wo halbwegs Platz ist und man wenig auf Gewicht achten muss, rate ich von Lithium ab.
Da sind Bleiakkus viel sinnvoller und gutmütiger, keinesfalls GAU Brandbomben.

Ich erzähle mal aus meiner Schülerzeit, da experimentierte ich gern und viel mit Autobatterien.
Wilde Sachen machte ich, sogar mit Elektroden Eisen geschweißt, war Ersatz Schweißgerät.
Im Jugendzimmer stand auch eine Autobatterie, die hing etwas lange am Ladegerät...
Mindestens eine Zelle gaste (Knallgas) und ein Funke reichte, zarter Knall.
Wirklich wild war das nicht, eine Zelle riss und die Batteriesäure war auf dem Boden.
Meine Eltern sahen den Schaden auf dem Teppichboden erst viele Jahre später, als wir auszogen.

Bleiakkus wie Autobatterien sind im Gegensatz zu Lithiumakkus recht gutmütig.
Bei Überladung gasen sie, man muss mit dem Knallgas aufpassen, etwas Belüftung.
Wird ein Bleiakku längere Zeit überladen, hat er irgendwann kein Wasser mehr.
Ab da ist der Akku zwar kaputt aber auch ungefährlich, er kann nicht mehr weiter geladen werden.
So ein Szenario ist denkbar, wenn man nach dem Urlaub vergisst, das Solarmodul abzuklemmen.

Heute gehe ich auf die Frage mit der Kühlung nicht näher ein.
Das wird locker ein neues Thema.
Bei 12 Volt Camping bieten sich Peltierelemente an.
Damit kann man kleinste Kühltaschen für Limonadendosen bis Kühlschränke realisieren.
Es gibt heute preiswerte Lithium-Powerpacks zum Starten von Kfz mit schwacher Batterie, die völlig unproblematisch sind und besonders auch usb-Steckkontakte für smartphones enthalten
 
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Consul

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12.07.2021
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Stromausfälle von Brownout bis Blackout werden immer wahrscheinlicher.

Meine Idee, hier werden Vorsorgemaßnahmen erörtert sowie deren Kosten und Nutzen diskutiert.
Was ist wo wie machbar und sinnvoll?
Ein Städter in einer kleinen Mietwohnung wird anders vorsorgen als ein Dörfler mit Haus und Garten.
Wir denken nicht nur an den direkt bei uns im Haus fehlenden Strom wie Licht und Fernseher aus.
Die Folgen sind schon schlimm genug, Kühlschrank geht nicht und Festnetztelefon (außer analog) ist sofort tot.
Die ganze Infrastruktur ist platt, Geschäfte können nicht öffnen, Bargeldautomaten sind funktionslos.
Auch Tankstellen können nicht öffnen, mir bleibt an Reichweite nur der Kraftstoff, der noch im Tank ist.

Ich fange mal bei mir an, wohne auf dem Land im Eigenheim.
Heizung ist kein Problem, wir haben zusätzlich Kaminöfen und einen Vorrat an Holz und Briketts.
Kochen geht auch, üblicher dreiflammiger Gasherd Camping für Propanflaschen.
Wir haben einen kleinen Vorratskeller mit Lebensmitteln und Getränken.
Neben Kerzen und Taschenlampen gibt es bei uns etwas LED-Beleuchtung 12 Volt Akkubetrieb.
Brauchwasser haben wir in Regentonnen.
Damit kann man nicht nur Tee und Kaffee kochen, sondern auch, ganz wichtig, damit das WC spülen!
Wenn Stromausfälle häufiger werden, kann es sinnvoll sein, über ein Notstromaggregat nachzudenken. Damit wird auch sichergestellt, dass die Heizung weiter betrieben werden kann. Für Eigenheime mit Erdgasanschluss erscheint ein Gerät sinnvoll, welches sowohl mit Erdgas als auch mit Benzin betrieben werden kann. Allerdings ist dabei mit Kosten einschließlich Installation in der Größenordnung von 10-20.000 € zu rechnen. Ein Freund von mir in USA hat so einen schneebedingten Black-out von einer Woche komfortabel überstanden.
 
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Wolfgang Langer

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14.07.2021
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Interessanter Strang,

ich würde aber von Blei-Akkus abraten,
heute macht man das mit Li-Technik.

Mit einer Balkon-Anlage kann man anfangen,
End-Ziel sollte 100% Autarkie-Grad sein.

So optimiert man sich langsam hoch.
;-)


Für Einsteiger Dimitri fragen,
er ist ein Netter:

 

AndreasS

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20.06.2021
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Hiermit gehe ich auf die Beiträge von Consul ein.

Der Internetauftritt von Herrn Saurugg ist in meinen Augen sehr empfehlenswert.
Er hat sehr viel zu bieten rund um Stromausfall, er berät bis in hohe Institutionen.

Bei Powerpacks Lithium werde ich langsam vorsichtig.
Die Dinger sind verantwortbar, man muss aber im Betrieb aufpassen.
Durch falsches Laden (Lader defekt) oder mechanischen Schaden können sie brennen.
Lädt man sie im gefliesten Badezimmer, ist der Schaden bei einer Selbstentzündung überschaubar.
Anders in (Hobby)Keller oder Garage neben Benzinkanister und vielen brennbaren Materialien.
Meiner ehemaligen Vermieterin ging mal ein Powerpack eines Gartengeräts hoch.

Bei Zentralheizung Erdgas aufpassen!
Es ist zu klären, ob bei großflächigem Stromausfall überhaupt noch Erdgas kommt.
Da weiß ich nicht wirklich, in wie weit elektrisch betriebene Pumpen erforderlich sind.
Möglicherweise geht das von Pipeline über Verteilung bis zum Endverbraucher rein passiv.
Eine gewöhnliche Zentralheizung Ein- oder kleineres Mehrfamilienhaus benötigt nicht viel Strom.
Dafür reicht normalerweise ein kleines einphasiges Stromaggregat Camping.
Das muss jedoch richtig angeschlossen werden.
Dürfte mit dem Elektrozünder zusammenhängen, stimmt was nicht mit der Schutzerde, funktioniert der Zünder nicht oder nicht richtig und man holt sich weitere Probleme ein.
 

Consul

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12.07.2021
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Keiner weiß, inwieweit Notstromaggregate für die Pumpen von Erdgasversorgern vorhanden sind. Es wäre natürlich naheliegend, wenn diese Unternehmen sich entsprechend vor einem Ausfall schützen würden, und vermutlich geschieht dies auch, weil ja durch die törichte Energiewende mit einer Häufung der Blackouts zu rechnen ist. Bei einem häuslichen erdgasbetriebenen Notstromaggregat müsste natürlich auch – wie bei Motoren für Kfz – der Betrieb mit Benzin möglich sein, um wenigstens je nach Größe des Tanks noch eine bestimmte Zeit versorgt zu sein. Irgendwann heißt es natürlich auch da: aus die Maus. Denn irgendwann ist das Benzin alle, und Nachtanken ist bei einem großflächigen Stromausfall auch nicht möglich, weil dann auch die Tankstelle nicht mehr funktionieren. Das ist auch ein Risiko, welches dann besteht, wenn man sich auf Camping – Stromaggregate verlässt. Da ist der Tank auch nach einigen Stunden leer, und man muss nachtanken
Was die Lithium-Batterien angeht: Grundsätzlich besteht natürlich auch hier ein Risiko, allerdings ist es wohl recht klein, denn sonst wären alle Häuser, in denen die Fahrrad-Akkus gelagert und geladen werden, (und das sind Millionen) brandgefährdet. Wenn diese Akkus so gefährlich wären, dürften sie auch nicht in Autos in Tiefgaragen oder Parkhäuser gebracht werden. Bei der geringen Zahl der Zwischenfälle ist das aber denkbar gering.
Es ist übrigens bedauerlich, dass die Fahrrad-Akkus nicht als Multifunktionsgerät ausgelegt sind, die im Winter auch Starthilfe leisten können und sonst als Not-Stromquelle für Handys und Tablets zur Verfügung stehen. Hilfreich wären auch Zusatzgeräte, bei denen der Strom entsprechend umgewandelt wird, und die mit einem solchen Akku verbunden werden. Aber vielleicht kommt ein schlauer Hersteller doch mal auf die Idee, so etwas anzubieten.
 
Zuletzt bearbeitet:

Wolfgang Langer

Active member
14.07.2021
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...Es ist übrigens bedauerlich, dass die Fahrrad-Akkus nicht als Multifunktionsgerät ausgelegt sind, die im Winter auch Starthilfe leisten können und sonst als Not-Stromquelle für Handys und Tablets zur Verfügung stehen. Hilfreich wären auch Zusatzgeräte, bei denen der Strom entsprechend umgewandelt wird, und die mit einem solchen Akku verbunden werden. Aber vielleicht kommt ein schlauer Hersteller doch mal auf die Idee, so etwas anzubieten.
Der Ioniq 5 bietet so etwas:
Eine 3,6 kW-Steckdose,

mit der du dein Haus betreiben kannst!

 

Consul

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12.07.2021
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Danke für die Antwort. Ich habe allerdings nicht an die Akkus von Elektroautos gedacht, sondern von Elektrofahrrädern.
 

Consul

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12.07.2021
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Selbst wenn eine gewisse Energieversorgung durch den Akku des IQ fünf möglich ist, so bedarf ein Anschluss an die Verbrauch im Haus doch erhebliche Aufwendungen. Immerhin, als Notbehelf mit Verlängerungsschnur für die Not-Beleuchtung mag das gehen.
 
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leachim200

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Moderator
20.06.2021
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Selbst wenn eine gewisse Energieversorgung durch den Akku des IQ fünf möglich ist, so bedarf ein Anschluss an die Verbrauch im Haus doch erhebliche Aufwendungen. Immerhin, als Notbehelf mit Verlängerungsschnur für die Not-Beleuchtung mag das gehen.

Sollte ein Blackout im Winter passieren, dann wird es sehr ungemütlich werden, denn ohne Strom keine Heizung.


 
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AndreasS

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20.06.2021
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Zum Beitrag von Wolfgang Langer am 14.07.2021

Dort gibt es einen Link zu Dimitri, der seine Solaranlage in einem Video vorstellt.
Er hat eine Akkupufferung 12 kWh mit Li-Akkus, Kosten ca. 3000 Euro.
Als Bezugsquelle gibt er Ali Express an, da gibt es Chinaprodukte, auch billigen Mist.
Kurz Dreisatz, ihn kostet das Speichern einer einzigen kWh 250 Euro, stolzer Brocken.
Vor 20 Jahren, ich Single in kleiner Wohnung, waren 250 Euro etwa meine Jahresstromrechnung!

Rechnen wir einfach mal...
Gehen wir von 32 Cent pro kWh aus, dürfte sehr gut dem aktuellen Strompreis 2021 entsprechen.
Solarstromfreunde geben häufiger an, ihre Kosten pro kWh betragen 7 Cent.
Wir rechnen vereinfacht ohne Wandelverluste, die Energie wird 1:1 gespeichert und wieder abgegeben.
Um nicht über 32 Cent zu kommen, darf mich die Speicherung maximal 25 Cent kosten.

250 Euro geteilt durch 25 Cent gleich 1000
Dimitris Akkusatz muss somit mindestens echte 1000 Vollladezyklen durchhalten.
Da stellt man sich die Frage, ob das realistisch ist.
Viele Leser werden ein Smartphone haben, Stromversorgung auch Lithiumakku.
Unterstellen wir, es wird exzessiv genutzt, jeden Tag von Rest 10 % auf 100 % geladen.
Das sind dann recht genau 3 Jahre Akkulaufzeit!
Gibt es hier Benutzer Smartphone, bei denen die Kapazität nach 3 Jahren fast so wie anfangs ist?
Wenn ja, wird das Gerät täglich ernsthaft benutzt und auch täglich geladen?
 

Wolfgang Langer

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14.07.2021
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Zum Beitrag von Wolfgang Langer am 14.07.2021

Dort gibt es einen Link zu Dimitri, der seine Solaranlage in einem Video vorstellt.
Er hat eine Akkupufferung 12 kWh mit Li-Akkus, Kosten ca. 3000 Euro.
Als Bezugsquelle gibt er Ali Express an, da gibt es Chinaprodukte, auch billigen Mist.
Kurz Dreisatz, ihn kostet das Speichern einer einzigen kWh 250 Euro, stolzer Brocken.
Vor 20 Jahren, ich Single in kleiner Wohnung, waren 250 Euro etwa meine Jahresstromrechnung!

Rechnen wir einfach mal...
Gehen wir von 32 Cent pro kWh aus, dürfte sehr gut dem aktuellen Strompreis 2021 entsprechen.
Solarstromfreunde geben häufiger an, ihre Kosten pro kWh betragen 7 Cent.
Wir rechnen vereinfacht ohne Wandelverluste, die Energie wird 1:1 gespeichert und wieder abgegeben.
Um nicht über 32 Cent zu kommen, darf mich die Speicherung maximal 25 Cent kosten.

250 Euro geteilt durch 25 Cent gleich 1000
Dimitris Akkusatz muss somit mindestens echte 1000 Vollladezyklen durchhalten.
Da stellt man sich die Frage, ob das realistisch ist.
Viele Leser werden ein Smartphone haben, Stromversorgung auch Lithiumakku.
Unterstellen wir, es wird exzessiv genutzt, jeden Tag von Rest 10 % auf 100 % geladen.
Das sind dann recht genau 3 Jahre Akkulaufzeit!
Gibt es hier Benutzer Smartphone, bei denen die Kapazität nach 3 Jahren fast so wie anfangs ist?
Wenn ja, wird das Gerät täglich ernsthaft benutzt und auch täglich geladen?
Diese Akkus können 5000 Zyklen fahren,
Danach sind sie nicht kaputt, nur etwas weniger Kapazität.
Im Betrieb merkt man das kaum.
 

AndreasS

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20.06.2021
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Sehr geehrter Herr Langer!

"Diese Akkus können 5000 Zyklen fahren,..."
Das ist ähnlich wie Solarpark kann 1000 Haushalte versorgen.
Es geht nicht um hätte, könnte, wollte, sondern darum, was der Akku tatsächlich kann.
Nicht ohne Grund schrieb ich extra in Fettdruck:
"Dimitris Akkusatz muss somit mindestens echte 1000 Vollladezyklen durchhalten."

Tun wir mal so, diese chinesischen Akkus können echte 5000 Zyklen.
Gehen wir davon aus, Dimitri nutzt 33 % als Zyklus pro Tag.
Er kocht elektrisch, hat Geschirrspüler und Waschmaschine, benutzt die Geräte um die Mittagszeit.
Abends benötigt er 4 kWh aus den Akkus für Licht, Fernseher, mal einen Tee kochen...
Nun haben wir 15.000 Teilladezyklen.
15000 Zyklen geteilt durch 365 Tage gleich 41 Jahre.

Wer glaubt ernsthaft, daß die Akkus 41 Jahre durchhalten?
 

AndreasS

Active member
20.06.2021
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Nachtrag!

Ich rechnete vor, Dimitris Akku muss mindestens 1000 Vollzyklen durchhalten.
Hält er länger, freut sich der Besitzer, bleibt unter 32 Cent pro kWh.
Ich wähle wieder als Durchschnitt 33 % für einen Tageszyklus.
Dann sind wir bei 3000 Teilladezyklen.
3000 : 365 = 8,2
Gut 8 Jahre könnte bei Qualitätsakkus was werden, da fängt aber langsam Poker an.
Steigt mir nur ein Einzelakku aus und ich bekomme keinen Ersatz, ist die Investition in den Sand gesetzt.
Ich gehöre nicht zur Fraktion der Glücksspieler.
 

Wolfgang Langer

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14.07.2021
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...
Akku muss mindestens 1000 Vollzyklen durchhalten
...
Strang-Thema ist Stromausfall.
Bei statistischen 12 Minuten Stromausfall pro Jahr brauchst du keine tausende Zyklen.
Da ist nur Erhaltungsladung angesagt.
Mehr nicht.

Weltweite Preisentwicklung für Lithium-Ionen-Batterien von 2013 bis 2022 (in Euro/kWh)






185-bloombergnef-lithium-ion-battery-price-outlook-png




 
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AndreasS

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20.06.2021
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So ganz glaubwürdig ist die veraltete Prognose Lithiumakkus nicht!

Laut Graphik war der Preis schon 2018 unter 200 Dollar pro kWh.
Möglicherweise handelt es sich um Großhandelspreise ohne Steuer.
Für den Endverbraucher sehen die Preise ganz anders aus.

Hier ein Beispiel, der Händler bietet Lithiumakkus für Solaranlagen an:
Da kommt man grob auf 1000 Euro pro kWh Speicherkapazität.
Dimitri gab indirekt 250 Euro pro kWh an, wie von mir ausgeführt, schon grenzwertig.

Ich rate dazu, handelsübliche Bleiakkus zu nehmen, Kosten pro kWh ca. 100 Euro.
Damit meine ich Autobatterien oder etwas größer für LKW, bewährte Massenware.
Je nach Hersteller und Anwendung sind etwa 300 volle Ladezyklen typisch.
Bleiakkus können bei falscher Ladung gasen, Knallgas.
Dem ist recht einfach abzuhelfen, wenn man sie sinnvoll mit Belüftung lagert.
Li-Akkus können richtige Brandbomben werden, möchte ich nicht im Keller haben...
Ich habe schon einige Videos von der Feuerwehr gesehen, Li-Akkus kaum löschbar.
Damit meine ich jetzt kleinere Li-Akkus, z.B. Gartengeräte oder Elektrofahrrad.
Richtig schlimm wird es bei Elektroautos oder gar Bussen, Feuerwehr machtlos.